Eifel

Ev. Kirche Hellenthal

Ev. Kirche Hellenthal
Im Kirschseiffen 27
53940 Hellenthal
Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Schleidener Tal
02482/1337
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Beschreibung:

Am Nordende des heutigen Hellenthal, im früher selbständigen Dorf Kirschseiffen, liegt dicht am Berg, etwas abseits von der Hauptverkehrsstraße, die kleine Kirche mit dem wuchtigen Turm, die seit 200 Jahren das Zentrum der Kirchengemeinde Hellenthal ist. Das Kirchendach überdeckt auch noch das alte Pfarrhaus, das damals gleich mitgeplant wurde.

Am 20. April 1786 wurde der Grundstein zu einem "Bethaus" ohne Turm gelegt. Ein Jahr später, am 22. April 1787, konnte die Kirche in einem feierlichen Gottesdienst ihrer Bestimmung übergeben werden. Das Pfarrhaus wurde erst 1792 bezugsfertig, wohl eine Folge der starken finanziellen Beanspruchung der kleinen Gemeinde durch den Kirchbau.

Das "Bethaus" musste entsprechend den Richtlinien des Toleranzediktes des österreichischen Kaisers Joseph II. von 1781 so gebaut sein, dass es äußerlich nicht als Kirche zu erkennen war. So gab es statt der erst 1867 umgebauten Kirchenfenster zwei Reihen rechteckiger Fenster, wie sie heute noch am Pfarrhausteil zu sehen sind.

Den Turm, das heute so auffällige Wahrzeichen, erhielt das "Bethaus" in preußischer Zeit. Mit dem Bau wurde der Monschauer Kommunalbaumeister Christian Wilhelm Ulich beauftragt, dessen Entwurf durch den Geheimen Oberbaurat Carl Friedrich Schinkel, Berlin, mit Änderungen versehen wurde. Der Grundstein für den Turm wurde am 5. Juni 1822 gelegt, der Bau mit finanzieller Unterstützung des Berliner Königshofs 1824 vollendet und 1831 mit zwei Glocken, wiederum mit Geld aus Berlin, ausgestattet.

Damit hörte das ungeliebte Unikum auf, das die Gemeinde Hellenthal bis dahin auszeichnete: Vor Beginn des Gottesdienstes wurde vom Küster in Ermangelung des Geläutes von der nahegelegenen Olefbrücke aus ein Pistolenschuss abgefeuert und so die Gemeinde "zusammengeschossen". Die noch heute in Betrieb befindliche mechanische Kirchturmuhr wurde 1870 vom Uhrmacher Peter Peters aus Welschbillig bei Trier eingebaut.

Die Decke im Innenraum des Bethauses erhielt ihre heutige Wölbung erst 1847 mit dem Einbau der zweiten Orgel. Die noch heute weitgehend in ihrem Grundbestand erhaltene einmanualige Orgel wurde als Ersatz für eine ältere 1847 gestiftet und von der Orgelbauwerkstatt der Gebrüder Müller in Reifferscheid gebaut. Sie wurde zuletzt 1964 durch Orgelbaumeister Josef Weimbs aus Hellenthal, der die Tradition der Gebrüder Müller fortsetzt, restauriert und besitzt 13 Register.

Die Kirche blieb im Zweiten Weltkrieg erhalten, allerdings waren Schäden an Dach, Orgel und Fenstern auszubessern. 1952 erfolgte eine Innenrenovierung. 1953 wurde im Eingang der Kirche im Turmraum die Gedenkstätte der Kriegstoten eingerichtet. Die letzten Außenrenovierungen fanden 1965 und 1984 statt.

Eine bedeutendere Innenrenovierung mit Veränderung des Kanzelstandortes, mit Schaffung neuer Durchgänge zwischen Gestühl und Seitenwänden, mit teilweiser Wandvertäfelung und Einbau einer neuen Heizung erfolgte 1971/72. Das alte Pfarrhaus, das seit 1963 nicht mehr der Pfarrfamilie als Wohnung diente, wurde in den Jahren 1983/84 unter Schonung des Außen- und Fachwerkbestandes von Architekt Ernst aus Zülpich grundlegend umgebaut. Die neu entstandenen Räume werden für die Jugendarbeit, Bücherei, Sitzungen und Werkgruppen genutzt.

Öffnungszeiten:

sonntags zum Gottesdienst um 9.30 Uhr und auf Nachfrage.

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